Festivals

Vier hochkarätige Festivals für zeitgenössische Musik. Jedes auf seine Weise einzigartig und überzeugende Visitenkarte für eine vielfältige und blühende Hamburger Kulturlandschaft – als Netzwerkpartner bilden sie den Kern der KLANG!-Saison und führen durch das musikalische Jahr.

KLANG!-Fest

3. Juli 2010, ab 18:00 Uhr
Im Jahr 2010/2011 wird das Hochschulfestival sich dem Werk des vielseitigen Komponisten und Dramaturgen Georges Aperghis widmen, der in dieser Saison als “Composer in Residence” im Rahmen von KLANG!  eingeladen ist. Neben Konzerten von Georges Aperghis werden auch Musiktheaterinszenierungen zu sehen sein. Parallel zu dem vielseitigen Angebot in der Hochschule für Musik und Theater wird der KLANG!-Container auf den Alsterwiesen residieren und zu ganz besonderen Konzerterlebnissen einladen. 
www.hfmt-hamburg.de

blurred edges
Festival für aktuelle Musik in Hamburg

Sculpture (London) am 7.5. in der Hörbar Foto: Reuben Sutherland


Im Mai 2010 wird das Festival blurred edges in Hamburg zum fünften Mal stattfinden. Wie in den Jahren zuvor koordiniert der Verband für aktuelle Musik Hamburg, durch Pressarbeit und Flyer, die Konzertprojekte für ca. 30 Veranstaltungsorte. Die MusikerInnen der aktuellen Hamburger Musikszene (dazu zählen u.a. die Hörbar, die Blinzelbar, das Westwerk, das Fleetstreet-Theater, die Musikhochschule, das Forum für Neue Musik in der Christianskirche, die Initiative 21, Weisser Rausch im Medienbunker, der Golden Pudel Club u.v.m.) kuratieren und organisieren ihr Konzertprogramm. Das Festival blurred edges bietet den verschiedenen Ausprägungen der aktuellen Musik von der Komposition über Elektronik und Improvisation bis zur Klangkunst und Avantgarde Dj-ing, eine Plattform, sich gleichberechtigt nebeneinander zu stellen.

blurred edges wird zunehmend zum Anlass genommen, trotz kleinem Budget, Musiker von Ausserhalb einzuladen. So waren bisher internationale Künstler wie Christian Wolff (USA), John Tilbury (USA), John Butcher (London), Peter Ablinger, Christine Sehnaoui und Sharif Sehnaoui (Paris/Beirut), Noise-Maker’s fifes/Marcel Türkowsky (Berlin), Trio NEXUS (Berlin), Christopher Williams (Barcelona), Johannes S Sistermanns, Onde (Belgien) u.v.m. zu Gast in Hamburg.
Neben diesen musikalischen Highlights möchte der Verband für aktuelle Musik mit blurred edges darauf hinzuweisen, dass seit Jahren die Förderung für aktuelle Musik fast ausnahmslos gestrichen wurde. Es ist höchste Zeit, dass die Szene der aktuellen Musik in Hamburg wieder angemessen gefördert wird.
http://www.vamh.de


Die Hamburger Klangwerktage

Ziel des diesjährigen Festivals soll es sein, einen möglichst breiten Publikumskreis anzusprechen. Daher werden die Klangwerktage mit Ihrer neuen künstlerischen Leiterin und Geschäftsführerin, Christiane Leiste, ein neues Profil erhalten: Neben international bekannten Komponisten und Interpreten werden alternierend dazu junge Komponisten und Hamburger Ensembles eingeladen. Durch diesen Mix soll ein doppelter Effekt erzielt werden: Das Hamburger Publikum hat die Möglichkeit bedeutende Komponisten der klassischen Avantgarde kennenzulernen. Gleichzeitig wird die Neugier des Publikums geweckt, junge Nachwuchskomponisten und -musiker zu erleben. Denn durch die professionelle Darbietung von „renommierter” neuer Musik wird sicherlich auch eine größere Bereitschaft und Entdeckungsfreude für weitere Begegnungen und Bewegungen in dieser Musikszene im Publikum geweckt werden.
Um das Festival noch lebendiger werden zu lassen, wird es diesmal auch zwei Raum-Musik Installationen geben, die während des ganzen Festivals begehbar und „behörbar” sind. Auch im Bereich der Musikvermittlung sind außergewöhnliche Education Projekte geplant: In Kooperation mit der Cité de la Musique Paris und der UNESCO wird es ein internationales Austauschprojekt Pariser und Hamburger Schüler geben, die unter der Leitung des Komponisten und Musikpädagogen Christophe Rosenberg (Paris) ein multimediales Gemeinschaftswerk zum Thema VOID (Jüdisches Museum Berlin) komponieren, welches dann von den Schülern in Hamburg und in Paris aufgeführt werden wird. Den Höhepunkt der Podiumsgespräche bildet das Gespräch über Musik und Architektur mit Daniel Libeskind. György Kurtág wird in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Kammermusikmeisterklassen geben, und der „Extremsänger” und Performer David Moss wird voraussichtlich Workshops für zwei junge Chöre geben.
Gastgeber, Ko-Veranstalter und Hauptveranstaltungsort ist wieder die Internationale Kulturfabrik Kampnagel, weitere eingeplante Veranstaltungsorte sind das Forum der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, und die Laeiszhalle. Das Hauptanliegen der Hamburger Klangwerktage ist es, Neugier, Begeisterung und Verständnis für zeitgenössische Musik bei einem breiten Publikum zu wecken.
www.klangwerktage.de

klub katarakt

klub katarakt ist ein Hamburger Festival für neue Musik und Anderes. Das Festival präsentiert ein künstlerisches Netzwerk, das aus Komponisten, Interpreten und Bands, aber auch Videokünstlern oder Theaterleuten besteht. Zahlreiche Ur- und Erstaufführungen wurden und werden hier gegeben. Zugleich sucht klub katarakt auch den Kontakt zu den Klassikern der Moderne – Höhepunkte wie den Besuch Alvin Luciers 2009 eingeschlossen.
Hat es den Hamburger mal zum Laufen an die Elbe getrieben, kriegt er fast augenblicklich Fernweh. Dabei liegt der Urgrund dieser hanseatischen Sehnsucht eher darin, dass die großen Pötte aus fernen Welten in den heimatlichen Hafen einlaufen.
So macht es auch klub katarakt: Das Festival lädt Künstler und Musik aus fremden Ländern und fernen Genres ein – die katarakt-Komponisten wiederum schweifen musikalisch in fremd­artige Gegenden der Tonkunst ab. klub katarakt 31 findet vom 20. – 23. Januar 2010 in drei Hallen der Kampnagelfabrik statt und bietet während der vier Tage sieben Konzerte unter dem Motto „Das Nahe und das Ferne“.

Als Gast von der US-mexikanischen Grenze, aus San Diego, kommt der Cellist Charles Curtis, der ein Solokonzert mit speziell für ihn geschriebenen neuen Kompositionen geben wird.  Zusammen mit dem Hamburger Ensemble Nelly Boyd wird der Cellist ein Programm mit frühen Stücken der amerikanischen Legende La Monte Young einstudieren und präsentieren. Ein weiterer Höhepunkt ist die Kooperation von klub katarakt mit dem renommierten Hamburger Nathan-Quartett und dem Jazz-Streichquintett “The G-Strings” – sozusagen der groove section des NDR-Orchesters. Und in einer szenischen Konzertinstallation ist die Sängerin Frauke Aulbert mit vokalen Virtuosenstücken von Georges Aperghis, dem composer in residence von KLANG!, zu hören und zu sehen.
Zudem werden im Rahmen des diesjährigen Festivals die Premiere des neuen Musiktheaterstückes von Opera Silens und ihrem Regisseur Hans-Jörg Kapp zu sehen sein. “NEUROVISIONS: LIEDER VOM GEWINN” ist eine Etüde über das Tourette-Syndrom mit Grand-Prix-Songs und Neuer Musik von Charlotte Seither.                                               Traditionelles Highlight ist die „Lange Nacht“, der eigentliche Katarakt, der das Festival beschließt und in dem die KomponistInnen des katarakt-Netzwerkes in einem Marathonabend ihre neuesten musikalischen Visionen vorstellen. In Kooperation mit der KurzFilmAgentur Hamburg zeigt das Festival an allen Tagen eine Auswahl experimenteller Kurzfilme.Durch die multimediale Anlage der Veranstaltungen vermittelt klub katarakt neue Musik an ein Publikum, das an Bildende Kunst und Popmusik gewöhnt ist. Zugleich bringt der Klub mit den Arbeiten auch die Künstler selbst zusammen – ein erklärtes Ziel der beiden künstlerischen Leiter Jan Dvorak und Jan Feddersen.

http://www.klubkatarakt.net