Michel van der Aa 2010/2011

Nachdem KLANG! in der  Spielzeit 2009/10 den renommierten französischen Komponisten Georges Aperghis als Residenzkomponisten eingeladen hatte, hat uns in der Spielzeit 2010/11 der Shooting-Star der niederländischen Musikszene  mit seinen Kompositionen bereichert.

In kürzester Zeit hat Michel van der Aa (Foto: Ben van Duin) die Podien der Neuen Musik in Europa und darüber hinaus erobert. Seine Werke erklingen nicht nur auf Festivals in Amsterdam, Berlin und Donaueschingen, sondern auch in Moskau, Los Angeles, Huddersfield und Venedig.

Markenzeichen der Musik van der Aas ist die Wechselwirkung zwischen natürlichen und elektronischen Geräuschen und eine visuell-theatralische Komponente. Der 1970 geborene Niederländer machte zunächst eine Ausbildung zum Tonmeister mit Gitarre im Nebenfach, bevor er Komposition bei Diderik Wagenaar, Gilius van Bergeijk und Louis Andriessen studierte. Sein eigenwilliger Kompositionsstil bezieht Tonbänder und Video­ein­spielungen mit ein und benutzt Rhythmen und Akkorde als strukturelle Elemente. Das Absolvieren einer Ausbildung zum Filmregisseur in New York förderte seine Entwicklung in der Anwendung visueller Techniken. Mit Videos erweitert er seine Palette künstlerischer Möglich­keiten um den Aspekt der Bildsprache, die seinen Kompositionen schon lange immanent sind.

„Das ist das Gesamtkunstwerk der Zukunft… Einhundert Minuten Unterhaltung, die zum Denken anregt“ schreib die Financial Times zur Aufführung seines Musiktheaterwerks After Life (Foto oben: Hans van den Boogaard).

Die Erwartungen von Auftraggebern, Kollegen und Kritikern sind demnach sehr hoch. Doch Michel van der Aa bleibt gelassen: „Ich schreibe Musik, die ich mag, die ich hören will und bleibe mir selbst treu“ sagte er diesbezüglich im Interview mit dem Deutschlandfunk vor einigen Jahren. Weitere Informationen zu Michel van der Aa unter www.vanderaa.net oder unter www.boosey.de/vanderaa